Der Smoker

Eines der wichtigsten Werkzeuge in der Imkerei ist der Smoker. Besonders bei Bienen die etwas aggressiver sich verhalten, wie bspw. die iberische Biene. Doch wieso funktioniert der Rauch bei den Bienen überhaupt? Werden sie dadurch betäubt oder sonst irgendwie ruhiggestellt?

Rauch löst bei Bienen ein Alarmsignal aus, denn es signalisiert, dass ein Feuer in der Nähe ist. Die Bienekiste sowie die natürliche Behausung der Bienen, Baumhöhlen, können leicht brennen. Um sich in so einem Fall zu retten, füllen die Arbeiterinnen ihren Honigmagen mit Honig um im Ernstfall an einem neuen Ort eine neue Kolonie aufbauen zu können. Sie sind dann erstmal so vollgefressen, dass sie ruhiger werden und nicht gleich in den Angriff übergehen.

Den Bienen schadet der Einsatz vom Smoker nicht. Ganz im Gegenteil, denn dadurch, dass sie ruhiger sind, stechen sie nicht und es sterben weniger Bienen. Für den Imker jedoch ist der Smoker nicht ganz ungefährlich, denn es kommt immer mal wieder vor, dass man den Rauch selbst einatmet.

In meinem Smoker verbrenne ich Stroh, welches wir vorher auf unserer Finca geschnitten haben. Dadurch kann ich garantieren, dass die Pflanzen unbehandelt sind und keine Pestizidreste mit verbrannt werden. Es können aber auch Holzpellets, Tannenzapfen, Kräuter, Blätter und vieles weitere benützt werden.

Übrigens ist es wichtig, die Bienen nicht zu stark einzuräuchern. Denn irgendwann finden sie das dann doch nicht mehr toll und wehren sich. Bevor ich die Bienenkiste öffne, gebe ich 2 bis 3 Rauchstöße ins Flugloch und nochmal 3 oder 4 beim öffnen des Deckels. Normalerweise reicht das schon.

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