Ist es den Bienen kalt?

An diesen kalten Tagen halten sich die meisten Bienen im Bienenstock auf und wärmen ihn mit ihrem eigenen Körper. Das ist wirklich beeindruckend, denn wie wir wissen sind ihre Körper nicht von alleine warm wie unsere. Insekten, Reptilien und Amphibien sind wechselwarm, auch poikilotherm genannt. Sie haben also keine konstante Körpertemperatur, sondern ist abhängig von der Außentemperatur, der Sonneneinstrahlung und der Wärme die sie über die Muskelbewegung generieren können.

Im Bienenstock bewegen die Bienen ihre Flügelmuskulatur sehr schnell und erzeugen dadurch wärme. Mit großer Anstrengung aller ist das Innere des Bienenstocks immer etwa 35 Grad Celsius warm. Zudem schmiegen sie sich nah aneinander zu einer engen Traube.

Abeja en mi mano

Zu dieser Jahreszeit verlassen nicht viele Bienen den Bienenstock, und das aus gutem Grund. Es ist sehr gefährlich für sie, denn ihre Körpertemperatur kann an kalten Orten sinken und sie schaffen es nicht mehr zurück.

Heute habe ich eine vor Kälte erstarrte Biene gefunden. Zuerst konnte sie sich nicht bewegen. Ich nahm sie in meine Hand und hauchte vorsichtig meinen warmen Atem über sie. Nach ein paar Minuten fing sie an sich wieder zu bewegen. Nach weiteren Minuten hatte sie genug wärme getankt um ihre Flügel wieder bewegen zu können. Sie schlug jetzt intensiv mit ihren Flügeln, bis sie letztlich abheben konnte und zurück zum Bienenstock flog.

Natürlich ist es nicht notwendig, Bienen vom Boden aufzulesen und sie zu wärmen. Die Honigbiene kann sehr gut ohne uns überleben. Ich finde es aber trotzdem sehr spannend, wie ein Tier, welches fast tot ist, nur durch wärme wieder zum Leben erweckt werden kann.

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